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SICH VOR
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In dieser Reihe:
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WIE MAN SICH VOR
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Bietet uns jemand eine Investitionsmöglichkeit an, die riesige Gewinne verspricht, oder eine Gelegenheit, schnell zu Geld zu kommen? Hier ist Vorsicht geboten. Wenn ein Angebot zu schön erscheint, um wahr zu sein, ist es das in der Regel auch. Werbeversprechen und angebliche Erfahrungen zufriedener Kunden sollte man weder vorschnell für bare Münze nehmen noch sich einreden, bei diesem Angebot sei das etwas ganz anderes. Man darf nicht vergessen, dass niemand ein Geschäft anbietet, weil er Geld zu verschenken hat oder Insiderwissen mit uns teilen will, um uns reich zu machen. Falls jemand behauptet, Informationen zu besitzen, die angeblich eine Menge Geld wert sind, sollte man sich fragen: Warum nutzt er sie dann nicht, um selbst reich zu werden? Warum vergeudet er seine Zeit mit dem Versuch, sie mir zu verkaufen? Was aber, wenn man uns eröffnet, wir hätten irgendwo einen Preis gewonnen? Besser, man freut sich nicht zu früh. Es könnte sich um einen Trick handeln, auf den schon viele hereingefallen sind. Beispielsweise erhielt eine Frau in England einmal einen Brief aus Kanada, in dem ihr mitgeteilt wurde, sie habe einen Preis gewonnen, müsse aber noch 25 Dollar Bearbeitungsgebühr zahlen. Nachdem sie das Geld geschickt hatte, erhielt sie einen Anruf aus Kanada. Sie habe bei einer Lotterie den dritten Preis in Höhe von 245 000 Dollar gewonnen, müsse allerdings noch ein Prozent dieses Betrags als weitere Bearbeitungsgebühr überweisen. Die Frau bezahlte 2 450 Dollar, doch den angeblichen Gewinn erhielt sie nicht. Wenn uns jemand auffordert, für ein „Gratisgeschenk“ oder einen Gewinn etwas zu bezahlen, ist Betrug im Spiel. Außerdem: Wie soll man bei einem Preisausschreiben gewonnen haben, an dem man überhaupt nicht teilgenommen hat? Auf seriöse Geschäftspartner achtenWer denkt, es im Gefühl zu haben, ob jemand unehrlich ist, sollte vorsichtig sein. Betrüger wissen ganz genau, wie man sich als vertrauenswürdig präsentiert, und sie sind wahre Meister darin, das Vertrauen ihrer Opfer zu erschleichen. Wer etwas verkaufen will, ob ehrlich oder unehrlich, weiß, dass er zuerst einmal sich selbst „gut verkaufen“ muss. Sollte man also jedem misstrauen? Natürlich nicht, doch um nicht übervorteilt zu werden, ist ein gesundes Misstrauen ein wichtiger Schutz. Anstatt aus dem Bauch heraus beurteilen zu wollen, ob jemand ehrlich ist, empfiehlt es sich, auf zwei typische Anzeichen für einen möglichen Betrug zu achten. Erstens: Klingt das Angebot zu schön, um wahr zu sein? Und zweitens: Versucht der Verkäufer, mich zu einer schnellen Entscheidung zu drängen? Besonders im Internet wimmelt es von solchen „sensationellen“ Angeboten. Das Internet hat viel Gutes zu bieten, aber es ermöglicht Kriminellen auch, ihre Opfer schnell und anonym zu betrügen. Besitzer einer E-Mail-Adresse empfangen nicht selten unerwünschte Werbe-E-Mails, so genannte Spams. Diese Spams preisen zwar Waren und Dienstleistungen aller Art an, doch hinter vielen solchen Angeboten stecken Betrüger. Wer aufgrund einer unaufgefordert zugesandten E-Mail Geld für eine Ware oder eine Dienstleistung überweist, wird wahrscheinlich keine Gegenleistung erhalten. Selbst wenn man etwas erhält, handelt es sich mit großer Sicherheit um Artikel, die ihr Geld nicht wert sind. Am besten beraten ist man, grundsätzlich nichts von Leuten zu kaufen, die sich einem per E-Mail aufdrängen. Wenn ein Angebot zu schön erscheint, um wahr zu sein, ist es das in der Regel auch Das gilt auch für den Telefonverkauf. Obwohl in manchen Ländern viele Firmen seriösen Telefonverkauf betreiben, kostet betrügerisches Telefonmarketing seine Opfer jedes Jahr Milliarden. Am Telefon ist es unmöglich, herauszufinden, ob der Anrufer ein seriöses Angebot macht oder nicht. Ein Betrüger könnte sogar als Mitarbeiter einer Bank oder einer Kreditkartenfirma auftreten. Wenn uns ein angeblicher Mitarbeiter einer Bank oder einer Firma, bei der wir ein Konto haben, nach Informationen fragt, die er eigentlich schon haben müsste, haben wir allen Grund, misstrauisch zu sein. In diesem Fall könnte man den Anrufer nach seiner Telefonnummer fragen und ihn später zurückrufen — nachdem man geklärt hat, ob die Nummer wirklich zu der betreffenden Bank oder Firma gehört. Fremden Anrufern sollten wir weder unsere Kreditkartennummer noch andere persönliche Informationen geben. Falls jemand anruft, um uns etwas zu verkaufen, was wir nicht benötigen, könnten wir höflich sagen: „Tut mir Leid, aber ich mache am Telefon keine Geschäfte mit jemandem, den ich nicht kenne“, und dann auflegen. Es gibt keinen Grund, sich von einem Fremden, der uns womöglich übervorteilen will, gegen unseren Willen ein Gespräch aufdrängen zu lassen. Man sollte darauf achten, nur mit seriösen Unternehmen oder Händlern Geschäfte zu machen. Mit vielen anerkannten Firmen kann man ohne Bedenken telefonisch oder über das Internet Geschäfte abschließen. Wenn möglich, kann man sich unabhängige Informationen über den Händler, die Firma oder die infrage kommende Investition einholen. Man sollte sich Informationsmaterial über die betreffende Investition geben lassen und dieses dann sorgfältig durchlesen und prüfen. Keinesfalls darf man sich unter Zeitdruck setzen oder sonst wie zu einer Entscheidung drängen lassen. |
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Jeder Vertrag, den wir unterzeichnen, sollte sämtliche Geschäfts-bedingungen und genaue Angaben über die zugesagte Leistung enthalten ![]() |
Es schriftlich festhaltenWas als Betrug endet, ist nicht immer von vornherein so geplant. Auch ehrliche Geschäfte können fehlschlagen. In solch einem Fall geraten die Verantwortlichen vielleicht in Panik und versuchen, ihre Verluste mit betrügerischen Mitteln wettzumachen. Zweifellos hat jeder schon von Geschäftsführern gehört, die falsche Umsätze und Gewinne angegeben und sich dann beim Konkurs der Firma mit dem verbliebenen Geld aus dem Staub gemacht haben. Bevor man ein größeres Geschäft abschließt, empfiehlt es sich, die Einzelheiten schriftlich festzuhalten, um sich sowohl vor Betrug als auch vor Missverständnissen zu schützen. Jeder Vertrag, den wir unterzeichnen, sollte sämtliche Investitionsbedingungen und genaue Angaben über die zugesagte Leistung enthalten. Dennoch darf man nicht vergessen: Niemand — und sei die Investition auch noch so solide — kann garantieren, dass alles genau nach Plan laufen wird (Prediger 9:11). So etwas wie eine absolut risikofreie Investition gibt es einfach nicht. Deshalb sollte in einem Vertrag auch genau festgehalten werden, welche Rechte und Pflichten alle Beteiligten haben, falls das Geschäft fehlschlägt. Wer die bisher angeführten einfachen Grundsätze berücksichtigt, wird Betrügern nicht so leicht zum Opfer fallen. Ein wertvoller Rat ist auch der folgende alte Spruch aus der Bibel: „Ein Unerfahrener glaubt jedem Wort, aber der Kluge achtet auf seine Schritte“ (Sprüche 14:15). Ein Betrüger sucht sich einfache Ziele, nämlich Personen, die bereit sind, ihm jedes Wort zu glauben. Viele Menschen unternehmen leider gar nichts, um sich vor Betrug zu schützen. * Siehe Erwachet! vom 22. März 2001, Seite 19—21. # Bei Schneeballsystemen, die ohne Warenumsatz funktionieren, bezahlen die Teilnehmer eine Beitrittsgebühr, die sie dazu berechtigt, andere anzuwerben. Diese tun wiederum dasselbe. Verkäufe nach dem Schneeballsystem können strafbar sein. |
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Erschien im Erwachet! vom 22. Juli 2004 |