REISETIPPS VON EINEM ERFAHRENEN FLIEGER |
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ICH bin schon immer für mein Leben gern geflogen. Das Fliegen gibt mir nicht nur die Freiheit, schnell von einem Ort zum anderen zu reisen, sondern erlaubt mir auch, selbst an einem grauen Tag hoch über die Wolken ins glitzernde Sonnenlicht aufzusteigen. Seit ich 1956 als kleiner Junge das erste Mal geflogen bin, genieße ich die Faszination des Fliegens immer wieder. Die Liebe zum Fliegen bewog mich, Pilot zu werden. Zeitweise habe ich auch bei Untersuchungen von Flugzeugunglücken mitgearbeitet. Wie sicher ist das Fliegen? Welche Vorsichtsmaßnahmen sollte man treffen, wenn man vorhat, mit dem Flugzeug zu verreisen? Eine sichere Art des Reisens noch sicherer machenWeltweit starten und landen auf Tausenden von Flughäfen jährlich fast 18 000 Flugzeuge, die mehr als 1,6 Milliarden Passagiere an ihr Ziel bringen — und all das mit sehr wenigen Unfällen. Tatsächlich schätzt das bekannte Versicherungsunternehmen Lloyd’s of London, dass es 25-mal sicherer ist, mit dem Flugzeug zu reisen als mit dem Auto. Statistisch betrachtet ist deshalb die Autofahrt zum und vom Flughafen der gefährlichste Teil der Reise. Dennoch können einige vernünftige Vorsichtsmaßnahmen beim Fliegen diese relativ sichere Form des Reisens sogar noch sicherer machen.
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Übung für den Notfall |
Wenn ein Notfall eintritAm gefährlichsten wird eine Evakuierung, bei der Feuer, Rauch und Dämpfe auftreten. In einem Unfallbericht war zu lesen: „Bei der Landung konnte man im Flugzeuginneren ab 30 Zentimetern über dem Kabinenboden [wegen des Rauchs] praktisch nichts mehr sehen. Die Überlebenden erklärten, sie seien so geschwächt und verwirrt gewesen, dass sie es beinahe nicht zu den Ausgängen geschafft hätten.“ Das Überleben hing davon ab, das Flugzeug schnell zu verlassen. Die Besatzung ist ausgebildet, eine schnelle und sichere Evakuierung des Flugzeugs zu ermöglichen. Deshalb sollte man ihren Anweisungen sofort Folge leisten. Aber nicht immer läuft alles nach Plan. Probleme mit der Lautsprecheranlage, verletzte Flugbegleiter, Verwirrung sowie Lärm, Hitze und Rauch können die Hilfsbemühungen der Besatzung vereiteln. Möglicherweise wird an Bord des Flugzeugs auch nicht unsere Muttersprache gesprochen, was die Verständigung zwischen der Besatzung und den Passagieren ebenfalls erschweren kann. Die Analyse von Flugzeugunglücken belegt, dass jemand, der entschlossen ist, zu überleben, im Notfall deutlich bessere Chancen hat, davonzukommen. Man muss genau wissen, wie man sich im Notfall verhalten wird, und bereit sein, etwas für seine Rettung zu tun. Wenn man in Gedanken durchspielt, wie man sich im Ernstfall verhalten wird, sollte man dabei unbedingt auch Kinder und ältere Menschen im Sinn behalten, die eventuell mit einem fliegen, und überlegen, wie man bei einer Evakuierung zusammenbleiben und einander helfen kann. Die Zeitschrift Flying Safety (Flugsicherheit) empfiehlt: „Wird das Flugzeug bei Rauch evakuiert, sollten Sie dafür sorgen, dass [Ihre Begleiter] sich gegenseitig festhalten. Die Hand am Gürtel des Vordermanns kann lebensrettend sein.“ Man sollte seinen Reisegefährten auch erklären, wie man sich im Notfall verhalten wird. Jede Form des Reisens hat ihre Risiken. Doch dank moderner Passagierflugzeuge können wir die Risiken begrenzen und entspannt ans Ziel kommen, wo Arbeit oder Freizeit auf uns wartet. Es empfiehlt sich, vorbereitet, aber nicht ängstlich zu sein. Dann kann man sich entspannen und den Flug genießen. Ich jedenfalls freue mich jedes Mal aufs Fliegen. (Eingesandt.) Hier sollte man zuhören
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| Erschien im Erwachet! vom 8. Juli 2003 |
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